Schüler/innen und Lehrer/innen beschäftigen sich mit dem Thema "Leben und Tod".

Thema "Leben und Tod".

„Der Tod muss nicht das Ende sein….“

 

Ernest Hemingway sagte einmal: „Niemand, den man wirklich liebt, ist jemals tot.“ Ein aufrüttelndes und gleichzeitig tröstendes Zitat, welches 20 Schülerinnen und Schülern des Kerschensteiner Berufskollegs der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zu Beginn des Projekttages „Leben und Tod“ präsentiert wurde. Die Teilnehmer stellten sich an diesem Tag der großen Herausforderung, sich mit den Themen Tod, Trauer und Begleitung von Betroffenen auseinanderzusetzen.

Mit dem Themenkomplex Tod, Trauer, Verlustängste etc. werden die Lehrer des KBK durch unsere Schülerinnen und Schüler immer wieder konfrontiert.

Deshalb entstand die Idee, sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern mit diesem komplexen und emotionalen Themenfeld näher zu beschäftigen, damit die Lernenden selbst Fähigkeiten entwickeln, mit diesen Lebenskrisen besser umgehen zu können und die Lehrkräfte noch mehr Sensibilität für diese Beratungssituationen entwickeln können.

Das Projekt fand erstmalig am KBK statt, und für die beiden Referentinnen des Hospizvereins des Bielefelder Südens, Susanne Bordewick und Nina Hoss war es ebenso eine Premiere, da diese bisher ausschließlich an Grundschulen dieses Thema mit Schülerinnen und Schülern behandelt haben. Das Projekt basiert auf einem von der Universität Köln entwickelten Konzept, das den Umgang von Menschen in extremen Lebenskrisen erforscht.

Die Teilnehmer dieses Kurses haben sich im Vorfeld dazu bereit erklärt, vor und nach dem Projekttag an einer anonymisierten Befragung teilzunehmen, um so weitere Erkenntnisse im Umgang mit existenziellen Lebenskrisen, gewinnen zu können.

Am Ende dieses Projektages waren alle Beteiligten übereinstimmend der Meinung, dass dieses Thema in den Schulveranstaltungskalender aufgenommen werden sollte und somit regelmäßig einmal pro Schuljahr durchgeführt wird.

„Lebenskrisen kann man nicht planen und vorbereiten, aber man kann seine individuellen seelsorgerischen Selbstkompetenzen fördern und weiterentwickeln, um dann im „Ernstfall“ bestmöglich Strategien umsetzten zu können“, so Religions- und Vertrauenslehrer Carsten Polkläsener-Kruse, Initiator des Projekts, der im nächsten Schuljahr die Schulseelsorge des KBK weiterentwickeln möchte. „Themen wie Tod und die damit verbundene Endlichkeit der menschlichen Existenz gehören zum Leben und menschlichen Reifungsprozess dazu und wir werden als Schule unseren Beitrag dazu leisten.“