Schüler aus dem Garten-/ Landschaftsbau besuchten eine Schule in Tschechien.

Beginn eines angestrebten Schüleraustauschs

Stredoklucky, und nicht Prag?! Wo liegt das denn….?

Diese Frage und noch viele mehr beantworteten sich sieben Schüler unserer Schule aus den Klassen des Garten-/Landschaftsbau und zwei Lehrkräfte vom 02.06. bis 08.06.2019 während des ersten deutsch-tschechischen Schüleraustauschs.

Vorangegangen waren diesem Schüleraustausch viele Monate der Vorbereitung, zahlreiche Gespräche und Mails, ein Besuch von zwei Lehrkräften der tschechischen Partnerschule Integranova Skola Stredoklucky im September 2018 bei uns und ein Beantragungsmarathon für notwendige Fördergelder. Doch Mitte Mai 2019 konnte Koordinator und Lehrer Carsten Polkläsener-Kruse der Schulleitung und den Schülern „grünes Licht geben“.

Somit begann die umfangreiche Organisation für die Begleiter Agnes Freise (Fachkundelehrerin im Bereich Garten-/ Landschaftsbau) und Carsten Polkläsener-Kruse. Doch “Ende gut, alles gut“ und die einhellige Meinung nach dem Austauschprojekt war: “Wir würden es jederzeit wieder machen, aber man kann immer noch etwas verbessern bzw. ändern!“

Nach einer 10-stündigen Zugfahrt und der Ankunft am Prager Hauptbahnhof begann das “Abenteuer“ Tschechien. Erschöpft, aber gut gelaunt und voller Erwartungen starteten wir unser Austauschprojekt mit Tschechien, welches dem Projektthema - Gestaltung einer chilligen Sitzecke im Schulgarten der tschechischen Partnerschule - gewidmet war.

Dieses Projekt, der Besuch des Deutschunterrichts, die tschechische Kultur und Geschichte, sowie der Aufbau sozialer Kontakte zu unseren tschechischen Nachbarn zogen sich durch die gesamte Projektwoche.

Natürlich durfte das Highlight, der Besuch der tschechischen Hauptstadt Prag, dabei nicht fehlen. Bei sommerlichen Temperaturen und unter der fachkundigen Führung der beiden tschechischen Deutschlehrer Jitka Rudzikova und Zdeneck Rohacek wurden unsere Erwartungen von Prag übertroffen. Wie könnte so ein Tag schöner enden als mit einem fantastischen Ausblick über Prag, umgeben von vielen jungen Pragern und guter Musik.

Weiterhin erkundete die Gruppe die Praktikumsbetriebe der Auszubildenden im Gartenbau und im Landwirtschaftsbereich, die im monatlichen Wechsel mit der Berufsschule besucht werden. Das tschechische Ausbildungssystem ist im Gegensatz zu Deutschland rein schulisch angelegt, mit der Verbindung der Praxis in Form von Praktika.

Der Besuch der Burg Karlstein, erbaut von Kaiser Karl IV als Schatzkammer der Reichsinsignien, ebenso wie der Besuch einer Festungsanlage oder botanische Wanderungen rundeten das rundum gelungene Programm ab.

Das System der “Mehrsprachigkeit“, eine Mischung aus Deutsch, Tschechisch, Englisch und Zeichensprache, hat uns hier gute Dienste geleistet. Dabei konnten wir zum Ende des Austausches eine deutliche Verschiebung des Wortschatzes zum Tschechischen bzw. der tschechischen Schüler zur deutschen Sprache feststellen.

Danken möchten wir an dieser Stelle unserer tschechischen Koordinatorin vor Ort, Jitka Rudzikova, die stets mit Rat und Tat zu überzeugen wusste und die wir alle besonders ins Herz geschlossen haben. Mit der Schulleitung der tschechischen Schule wurden erste Pläne für einen Gegenbesuch in 2020 vereinbart.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Offenheit für Neues viele Hürden überwinden lässt, und das ist das Hauptziel eines grenzüberschreitenden Europas. Wir haben diesen Gedanken vor Ort gelebt und mit Leben gefüllt und so ist es nicht verwunderlich, wenn ein Schüler sagt: „Mir gefällt es hier richtig gut und ich würde gerne noch verlängern!“

Wir kommen gerne wieder nach Stredoklucky.