Distanzlernen statt Präsenzlernen

Informationen zum Unterricht am Kerschensteiner Berufskolleg ab dem 11. Januar 2021

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Damen und Herren,

für den Unterricht am Kerschensteiner Berufskolleg gelten folgende Regelungen: 

 

•   Der Präsenzunterricht (Unterricht in der Schule) findet bis zum 12.02.2021 nicht statt.

•   Es findet grundsätzlich Distanzunterricht statt.

•   Es werden alle Unterrichtsstunden/Unterrichtsfächer nach Stundenplan erteilt.

•   Es besteht für alle Schülerinnen und Schüler Teilnahmepflicht.

•   Diese Regelungen gelten auch für Abschlussklassen.

•   Es werden bis zum 12.02.2021 keine Klassenarbeiten geschrieben.

 

Die Halbjahreszeugnisse sind erstellt worden.

Wegen des Distanzunterrichts werden die Zeugnisse aktuell nicht ausgegeben.

Wenn Sie  - hoffentlich bald - wieder zum Präsenzunterricht in die Schule kommen können, werden Sie auch Ihr Zeugnis erhalten.

Wer unbedingt jetzt ein Zeugnis benötigt, kann im Sekretariat anrufen.

Dann werden wir eine Kopie des Halbjahreszeugnisses an Sie per Post schicken.

Mit freundlichen Grüßen

Die Schulleitung

09.01.2021

Projekttag der AG Politik

Gespräch mit einer Zeitzeugin am Kerschensteiner Beufskolleg

"Erst 1992 bin ich aus dem Versteck gekommen."

Im Rahmen des Politikunterrichts begann am Kerschensteiner Berufskolleg eine Unterrichtsreihe, die sich mit dem Thema Antisemitismus und Antirassismus auseinandersetzt. Anlässlich dieser Unterrichtsreihe haben wir eine Zeitzeugin des Holocausts eingeladen.

Die Zeitzeugin - Frau Rozette Kats - besuchte am 10. Dezember 2018 gemeinsam mit Herrn Fritz Bornemeyer - Veranstalter der Ausstellung rund um Zeitzeugen in Bielefeld - und Frau Jetje Manheim das Kerschensteiner Berufskolleg. Die Veranstaltung wurde von Frau Manschmidt - Geschäftsführerin des Stiftungsbereichs Schulen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel - mit herzlichen Worten eröffnet. Die Zeitzeugin - Frau Rozette Kats - berichtete über ihr Leben.

Rosette Kats wurde im April 1942 in Amsterdam geboren. Die Eltern versuchten sich vor der deutschen nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zu retten, doch sie wurden nach Ausschwitz-Birkenau deportiert. Weil ihre Eltern sie in eine nicht-jüdische Familie gaben, überlebte Rosette das Kriegsende. Sie sprach persönlich und offen über ihr Leben, geprägt von der Suche nach der eigenen Identität.

Schülermeinungen:

" Wenn man sich vorstellt, dass ein 7-jähriges Kind erfahren muss, dass sie in Wirklichkeit nicht die ist, die sie ist, sondern eine Andere, die sie nicht kennt und damit aufwächst. Frau Kats ist in meinen Augen eine starke Frau. Ich finde es erstaunlich, wie sie jetzt über das Thema reden kann. Während des Vortrags hätte sie fast weinen können, aber sie ist trotzdem stark geblieben und deswegen habe ich Respekt vor Frau Kats."

"Ich fand den Vortrag sehr emotional und war geschockt, was ein kleines Mädchen alles durchmachen musste. Wir haben einen besseren Einblick bekommen, was die Juden alles durchgemacht haben."

"Mich hat dieser Vortrag echt gefesselt. Wir können als junge Generation so einiges von Älteren lernen. Unsere Generation ist einfach viel zu verwöhnt und wir können mittlerweile gar nicht mehr nachvollziehen, was unsere Vorfahren alles durchmachen mussten. Frau Kats hat einiges im Leben durchgemacht und sie ist trotzdem aufgestanden und hat für ihr Ziel gekämpft. Ältere lehren uns Respekt, Willenskraft und Überzeugungskraft. Wir müssen nur offen und bereit dafür sein."

Die AG Politik bedankt sich herzlich bei allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.